Die Presseschau I
von PropagandaSchlumpf

Die aktuellen Erzeugnisse der Fremdpropaganda analysiert, kommentiert und bar sachlicher Argumente kritisiert.




Ausgabe 3

Wie gewohnt präsentiert das Kilrathy-Magazin neue publizisti- sche Angriffe auf die Schlümpfe, da es ihnen an eigenen Gegnern mangelt, und offeriert schon in der Titelgeschichte Kampfberich- te der Anti-SIBN-Koalition als große Erfolge. Dass sich die Kilrathy-Medien als treuer Vasall mit billiger Propaganda andie- nen, aber politisch und militä- risch weiterhin Neutralität wah- ren, ist wohl irgendeine dubiose Katzen-Logik ala "Man muss wissen, wer die Maus ist."
Das Highlight von Ausgabe 3 ist natürlich das Interview mit mir, denn da steckt sichtbar mehr In- formation und Weisheit darin, als im ganzen Rest des Magazins. Und das selbst in den gefälsch- ten Passagen. Letztendlich bin ich wahrscheinlich selbst noch Schuld an einer Auflagensteige- rung der KRATZ & BEISS.
Es folgt ein Vorabdruck eines tri- vialen Parallelweltromans in dem die Kilrathy gegen SIBN-Streit- kräfte kämpfen (!) und sogar ge- winnen (!!). Manchmal geht eben die Fantasie mit den Katzen durch.
Auch die Rubrik Katzenklo ver- breitet absurde unblaue Informa- tionen, die der Redaktionsprakti- kant aus dem Katzenstreu ge- zogen hat.
Versöhnlich stimmt schließlich noch ein neugeschaffener Kultur- Bereich, der sich den großen Katzenmalern widmet und sogar einen rudimentären Sachver- stand vermittelt.
Negativ anzuführen ist das Feh- len von Schluffie, positiv jedoch der Kommentarbereich in dem Wodan fragt: "Was zum Henker soll dieses Schlumpf-Zeug auf der Page? Haben wir Krieg ge- gen die Schlümpfe?"




Ausgabe 8

Das im Gegensatz zur KRATZ & BEISS offizielle Propaganda-Ma- gazin der Anti-SIBN-Koalition, die ambitionierte Schlachtpro- paganda quasi (un)abhängi- ger Reporter, scheint seinen Zenith bereits überschritten zu haben. Nachdem kurzzeitig ein täglicher Erscheinungsrythmus eingehalten wurde, folgte eine lange und immer noch andau- ernde Pause, während hingegen von einer offiziellen Einstellung bisher nichts verlautete.
Die letzte erschienene Ausgabe war die Nummer 8, die dem da- mals um sich greifenden Trend der Kriegssongs frönte und den Text des "Das WOAP / POWA Bomberliedes" veröffentlichte.
Angeblich wird es bei Angriffen auf allen Funkkanälen gespielt. Damit erklärt sich auch der ex- zessive Genuß von WOAPer- Bier, denn anders ertragen ihre Piloten wohl den Lärm nicht.
Einer der beiden Berichte zeigt ein Bild vom Christopher- Schlumpf-Day, der im liberalen Schlumpfhausen jährlich statt- findet, und ist versehen mit einem verqueren Begleittext über angebliche neue Uniformen der SIBN. Man kann es sich natür- lich denken, dass Homosexu- alität in den Kasernen der Preto- rianer und den restrektiven Ge- sellschaften der Byzantiner und Tokra leider ein Tabu-Thema ist.
Der zweite Bericht präsentiert eine vom Schlumpf-Geheim- dienst lancierte Fehlinformation über fehlerhafte Kampfschiffe als große Sensation. Da hat wohl wieder jemand in der Redaktion nicht genau genug recherchiert.

Eine schlumpfige Weihnachtgeschichte oder Inventur auf Basis 3463 Alpha
von Tarnischlumpf

Es begab sich zu einer Zeit da die Schlümpfe in einen verheerenden intergalaktischen Krieg verwickelt waren [Anm. Red.: Historikern gibt diese Zeitangabe heute noch Rätsel auf da kaum eine Epoche bekannt ist in der die Schlümpfe nicht in einen verheerenden intergalaktischen Krieg verwickelt waren] und ein Gebot vom großen Oberflottenschlumpf ausging, dass alle Flotten geschätzt würden. [Anm. Red.: In Wahrheit zählen die Schlümpfe natürlich präzise bis auf die letzte Schraube ab] Und diese Schätzung war die erste in diesem Krieg und jedermann ging, dass er seine Schiffe schätzen ließe, ein jeder in seine Pilzkaserne.
 
Da machte sich auch der Zimmermann Handyschlumpf [Anm. Red.: Nicht gleichzusetzen mit dem Herrscher Handy unserer Epoche, die Populärnamen der Schlümpfe sind lediglich deskriptive Bezeichnungen da die "wahren" Schlumpfnamen unaussprechlich sind und der bloße Klang einem Menschen in den Wahnsinn treiben würde] vom Planeten Urithair auf zur Basis 3463 Alpha weil dort sein Geschwader stationiert war, damit er es schätzen ließe, mit Schlumpfine seinen vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in ein Tarnnetz und legte ihn in eine Munitionskiste, denn sie hatten sonst keinen Platz in der Kaserne. [Anm. Red.: Dem verantwortlichen Quartiermeister wurden 2 Tage Urlaub gestrichen]
 
Und es waren Mechaniker in derselben Gegend in den Hangars, die schraubten des Nachts an ihren Schiffen. [Anm. Red.: Aus einer Epoche überliefert da "Sheep"-Jäger noch State of the Art waren ergründet dies wohl den weit verbreiteten Irrglauben es hätte sich um Schafhirten gehandelt] Und ein Engel trat zu ihnen und sprach: "Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkünde euch große Freude, denn euch ist heute der Heiland geboren, ihr werdet finden das Kind in Camouflage gewickelt und in einer Munitionskiste liegen". Und bei dem Engel war die Menge der himmlischen Heerscharen, die sprachen:
"Ehre sei Gott in der Höhe und Krieg auf Erden bei den Schlümpfen seines Wohlgefallens". [Anm. Red.: Das Erscheinen des Engels wird der schlumpfigen Gottheit Kariel, Göttin der Zahnärzte und Henker, zugeschrieben, wobei Skeptiker es darauf zurückführen das die Basis auf einem Gasplaneten stationiert war]
 
Und als die Engel von ihnen in den Mechanikern fuhren, sprachen sie untereinander: Laßt uns nun gehen und die Geschichte sehen, die da geschehen ist. Und sie kamen eilend und fanden beide, Schlumpfine und Handy, dazu das Kind in einer Kiste liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Mechaniker gesagt hatten. Schlumpfine aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Mechaniker kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
[Anm. Red.: Dieser Abschnitt der Überlieferung wird auch heute noch gerne zur Erklärung des Phänomens Medienhype herangezogen, wo an sich völlig triviale oder total bekloppte Dinge durch intensives Meinungsmache gepushed werden um so Horden von persönlichkeitsschwachen Teenies in seinen Bann zu ziehen]
 
Des Weiteren führte ein aus dieser Zeit stammender Sicherheitsbericht über drei Ausländer die von der Wache wegen Verstoß gegen das Betäubungsmitteleinfuhrgesetz festgenommen wurden zu einer Ausweitung der Legende um den Besuch von heiligen Königen die dem Kind Gaben beibrachten. Tatsächlich wurden die Mitbringsel der besagten Personen beschlagnahmt und aufgrund der Tatsache das es sich zum Teil um verderbliche Güter handelte sofort weiterverteilt. Die Festgenommenen wurden später von den Flotten des SIBN aufgrund ihrer ausgeprägten Fähigkeit gewissen Sternen zu folgen in der Astrometrie als Navigatoren eingesetzt und dienten dort ihre Strafe ab.
 
Der Kult um den Weihnachtsmythos wurde von vielen Völkern aufgegriffen und zum Teil auch stark verändert. Ein Weihnachtsmann der in einem fliegenden Schlitten reisend Geschenke abwirft ist ohne Zweifel eine Abwandlung der Bomberflotten des Papaschlumpf die man Kindern erzählt um sie nicht zu verschrecken, wobei man angesichts von Parallelen wie dem weißen Vollbart und der roten Mütze kaum die Herkunft verleugnen kann. Die Schlümpfe lassen sich von solch derben Verunglimpfungen natürlich nicht davon abbringen alljährlich Bomben auf alle Häuser zu werfen und dabei lustige Lieder zu singen. Gehalten haben sich auch die Bräuche in den vier Wochen vor dem großen Fest je einen Gasgiganten in Brand zu schießen und täglich eine Kolonie zu überfallen und sich zu freuen was man tolles geplündert hat, ein ganz besonderer Spaß für die Kleinen.
 
In unserem nächsten Artikel:
Weihnachten - Die schlumfistische Vermarktung, Ein Draft unseres Senior Consultant: Dr. J. Christus
Die Presseschau II
von PropagandaSchlumpf

Die aktuellen Erzeugnisse der Fremdpropaganda analysiert, kommentiert und bar sachlicher Argumente kritisiert.




Ausgabe 3

Neu auf dem Markt ist das unab- hängige und in allen Fragen neu- trale Wirtschaftsmagazin aus dem Hause dilvish. Die Neutra- lität betreffend muss man jedoch den großen Denker Zapp Brannigan zitieren, der da sagt:
"What makes a man turn neutral... Lust for gold? Power? Or were you just born with a heart full of neutrality?"
Seiner Erscheinung und auch seinem Selbstverständnis nach ist der Handelsanzeiger vor al- lem ein Anzeigenblatt für univer- sumsweit operierende Unterneh- men und veröffentlicht wirt- schaftsrelevante Artikel. Die poli- tische Komponente beschränkt sich fern der wirtschaftlichen Belange nur auf Kurzmeldungen aus den Agenturen. Auch eine nähere Berichterstattung über die Freelancer, unter deren Ban- ner der dilvish-Verlag noch vor kurzem operierte, findet nur marginal statt.
Ausgabe 3 behandelt vor allem das Problem der kriegsbedingt gestiegenen Ressourcenpreise, wovon man als voll versorgter Schlumpf naturgemäß nicht viel bemerkt und auch die im Artikel genannten Problempunkte treffen im schlumpfistischen Wirt- schaftskreislauf nicht zu.
Im großen und ganzen ist der Handelsanzeiger wohl für Staa- tengebilde gedacht, die noch konservativen Wertschöpfungs- vorstellungen nachhängen und nicht das überlegene System des Wirtschaftsschlumpfismus übernommen haben.




Der Krass-Report

Die Medienlandschaft in unse- rem Universum wächst. Behalten sie den Überblick, mit diesem neuen Service von PILZ-MEDIA.
Hyperlinks zu allen relevanten Magazinen und Informations- materialien, immer aktuell und ob fehlenden weitergehenden Inhalten sogar objektiv!


Warnung vor Schlumpfinenimitaten
von Buddlschlumpf

Die Spionageabwehr des SIBN gibt in seiner unendlich blauen Großmut eine Warnung an alle niederen Völker des Universums - also alle nicht-blauen - heraus. Aus unsicherer, kratzender und beißender Quelle, für schlechte und schlampige Recherchen be- kannt, erfuhren wir von einer zu- nehmenden Überschwemmung nicht-blauer Welten mit schlecht imitierten Schlumpfinen, die die dortige Bevölkerung auf Abwege bringen soll. Da wir von evolutio- när weit unter uns angesiedelten Völkern nicht erwarten können, zwischen echten Schlumpfinen und diesen armseligen Imitaten unterscheiden zu können, wei- sen wir darauf hin, dass es sich hierbei anscheinend um eine großangelegte Verleumdungs- kampagne gegen das SIBN han- delt.
Die mehr als nur mangelhaften Imitate und die Haare, die nach eingehenden Untersuchungen als Rückstände aus der Produk- tion klassifiziert werden konnten, lassen darauf schließen, dass handwerklich unbegabte und schlitzäugige Fellwesen mit ih- ren ungelenken Tatzen an dieser Intrige beteiligt sind.
Halten Sie darum ihre Fenster und Türen geschlossen und ver- lassen Sie nicht das Haus, bis wir Licht in diese dunkle Affäre gebracht haben.
 
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