S I T T E N V E R F A L L
Wenn Farmen zu Flamern werden
von Pinocchio

Das Phänomen des allgemeinen Sittenverfalls hat nun auch unser Universum erreicht und scheinbar ist man machtlos. Immer häufiger kommt es zu Meldungen, das junge Rowdies ältere Menschen anpöbeln und beleidigen. Auch vor Gleichaltrigen wird dabei oft nicht Halt gemacht. Die Eltern sind machtlos, die Lehrer wissen nicht, was los ist und die Politik regt sich, wie eigentlich immer, nicht.
"Alles Alltag, das ist doch schon ewig so." werden erfahrene Eltern jetzt sagen - und sie haben Recht. Doch schon lange macht dieser Sittenverfall auch vor mehr oder weniger einflussreichen Herrschern nicht mehr Halt.
Immer häufiger werden Angriffe, die lediglich der Lagerentlastung des Geschädigten dienen sollten, missverstanden. Die Reaktionen reichen von wüsten Beschimpfungen, bis hin zu Drohungen, die die Sicherheitskräfte vieler Planeten schon zu einer deutlichen Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen veranlasst haben.
So erfuhr der freie Reporter Pinocchio bei einem Gespräch mit Apollon (Name geändert), dass er in jüngster Vergangenheit schon Todesdrohungen der übelsten Sorte bekommen habe. Er wurde als "Wichser" betitelt und schliesslich drohte man ihm an, ihn selbst und seinen Planeten "in die Steinzeit" zu bomben. Auch von "fertigmachen" und sogar "umbringen" war dabei die Rede. Apollon, der nun natürlich um seine Sicherheit fürchten muss, da oft von den Betreffenden auch die Allianz eingeschaltet werden wollte, verurteilt diese Reaktion scharf.
"Wie sollen denn rechtschaffende Raider ihrem Beruf nachgehen, wenn ihnen durch dieses unsolidarische Verhalten der sog. Farmen jegliche Grundlage genommen wird?" ist er entsetzt und verzweifelt zugleich.
Dieser Frage gehen nun sogar Wissenschaftler nach. Sie haben festgestellt, dass die Anzahl drohender Äusserungen und Flames [persönliche Beleidigungen, die über das erträgliche Maß hinausgehen] dramatisch zugenommen hat. Vor allem die eindeutigen emotionalen Ausbrüche hätten besorgniserregende Werte angenommen. Allein im letzten Monat wurden 227 solcher Äusserungen registriert, die nicht angezeigte Dunkelziffer dürfte jedoch bedeutend höher liegen. Wenn die Farmen zur Rede gestellt wurden, zeigten sich die meisten uneinsichtig, einige drohten unserem Journalistenteam sogar Schläge an.
Als Fazit bleibt nur festzustellen, das etwas getan werden muss, um den Sittenverfall zu stoppen. Mit jedem weiteren Tag können weitere Farmen sich ein Beispiel an den negativen Ausnahmen nehmen und ebenfalls in Flamereien verfallen. Im Sinne unserer Kinder müssen wir dieses Treiben beenden!

Pinocchio ist freier Reporter und Mitglied im PlaTooN
L I T E R A T U R
Schlumpfhausen im Lesefieber
von KommunistenSchlumpf

Auf der diesjährigen 555. Schlumpfhausener Buchmesse zog das Verlagswesen (Verleger- Schlumpf) ein positives Resumée:
"Die Schlümpfe schlumpfen wieder Spaß am Lesen."
Es waren im letzten Jahr nicht die etablierten Autoren wie Autor- Schlumpf, die dem Buchhandel aus der Krise halfen, sondern vor allem fachfremde Neulinge, wie TennisSchlumpf mit seiner Biographie Blaugenblick, verschlumpfe doch! oder auch die literarische Aufarbeitung der Entführungsgeschichte um Sasette, die Kommunisten- Schlumpf unter dem Titel The Quest verfasste.
Auf dem Sachbuchsektor war es vor allem Stupid Men! , die polemische Abrechnung mit allem was nicht Schlumpf ist, des Gesellschaftskritikers Moor- Schlumpf, die die Lesergunst gewann.
Der Buchhandel versucht natürlich weiterhin auf dieser erfolgreichen Schiene zu fahren, weshalb MoorSchlumpf die Textbausteine aus Stupid Men! neu arrangierte und es als Smurf, where is my farm? neu veröffentlichen wird.
Auch die Welt der Blauto- biographien wird um einige Exemplare erweitert: Müll- schlumpf kündigte Die ganze stinkende Wahrheit an, und auch Babyschlumpf will seine packende Lebensgeschichte als Fühlbuch veröffentlichen lassen.
Das verspricht viele spannende Lesestunden für die Zeit zwischen den Raids.
R E V O L U T I O N
Wo ist das blaue Gespenst?
von KommunistenSchlumpf

"Ein blaues Gespenst geht um in der Galaxie", heisst es im Manifest des Schlumpfismus, "es ist das Gespenst des Schlumpfismus. Alle Mächte der alten Ordnung haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen die blaue Gefahr verbündet."
Weder vom blauen Gespenst, noch von der heiligen Hetzjagd ist heute noch die Rede. Die Schlümpfe haben sich als unumstößlicher Machtfaktor im Universum etabliert, die zweite Galaxie ist ihnen, bis auf wenige Widerstandsnester, Untertan und der Schlumpfismus scheint allseits akzeptiert.
Dennoch scheint niemand es für nötig zu erachten, das eindeutig überlegene Gesellschaftssystem der Schlümpfe zu kopieren. Niemand bekundet seine Solidarität und reiht sich ein in die gerechte Front einer neuen und freien Galaxienordnung.


by Jokeyschlumpf

Selbst die große Konferenz der Schlumfistischen Internationalen in Schlumpfhausen, die zu einem Jubelfest, zu einem Fanal für die kommende Befreiung des ganzen Universums unter dem Zeichen des Schlumpfismus werden sollte, wurde im letzten Moment abgesagt.
Nun erscheint die Schlumpfintern kaum noch existent und es stellt sich die Frage: "Haben sich die Völker doch schon alle mit ihrer Sklavenrolle abgefunden?"


I D I O T E N
Karl Ranseier ist tot!
von KommunistenSchlumpf

Der wohl erfolgloseste Wissenschaftler der zweiten Galaxie war bekannt dafür, den unterschiedlichsten politischen Führern, nach einem amüsanten Gespräch, für eine gewisse Entlohnung in Aluminium oder Legierungen, seine fragwürdigen wissenschaftlichen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
Nun wurde es ihm zum Verhängnis, dass sein Gastgeber gleichzeitig einer Gruppe Outlaws Unterschlupf gewährte und diese im selben Hotel unterbrachte. Ranseier versuchte seinen Verdienst in Sicherheit zu bringen und starb, als er dabei versehentlich in ein neuentdecktes Rohstoffdepot tief unter der Erde fiel.
I N T E R V I E W
KommunistenSchlumpf im Gespräch

Neues Schlumpfhausen: Genosse KommunistenSchlumpf, wie wir schlumpften, haben sie jetzt eine Sekretärin.
 
KommunistenSchlumpf: Richtig. Wie sich herausschlumpfte, ist Sasettes brunetter Klon, den Supergirl kürzlich hier abschlumpfte ein überdurchschnittlich kluger Schlumpf. Wir haben der ollen Genbastlerin Supergirl vielleicht doch unrecht geschlumpft. Was sie an Schönheit entschlumpft hat, hat sie an Intellekt hinzugeschlumpft.
 
Neues Schlumpfhausen: Gibt es denn im Büro der Schlumpfistischen Internationalen überhaupt noch viel zu schlumpfen, jetzt wo die Schlumpfintern im Grunde zusammengeschlumpft ist.
 
KommunistenSchlumpf: So extrem würde ich das nicht schlumpfen. Es gibt durchaus noch viel zu schlumpfen. Beispielsweise schlumpft BrunetteSasette die Aufgabe, in meinen Reden alle Verben durch "schlumpf" zu erschlumpfen, sonst verschlumpft mich ja keiner.
 
Neues Schlumpfhausen: Sie sind ja außerdem verschlumpfwortlich für die Zeitungen "Neues Schlumpfhausen" und "PILZ". Was war der Grund, dass diese in letzter Zeit so unregelmäßig erschlumpften?
 
KommunistenSchlumpf: Die letzten Wochen schlumpfte ich auf vielen Demonstrationen zur Rettung des "Instituts für überflüssige Studien". Dort sollen nämlich 10% der Mittel eingeschlumpft werden und selbst an die Einschlumpfung von Studiengebühren wird geschlumpft. Das muss verschlumpft werden!
 
Neues Schlumpfhausen: Genosse KommunistenSchlumpf, wir schlumpfen für das Gespräch.
 
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